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Störtebeker Festspiele, Insel Rügen
Die Geschichte der Störtebeker-Festspiele reicht bis in die 1950-er Jahre zurück. 1959 - 61 und 1980 - 81 wurde jeweils ein Störtebeker-Spiel des DDR-Autors Kurt Barthel ("KuBa") aufgeführt. Nach der Wiedervereinigung wurden die Festspiele neu gegründet und finden seit 1993 jährlich statt. Die Festspiele dauern von Mitte Juni bis Anfang September. Insgesamt sind immer ca. 67 Vorstellungen eingeplant. Schauplatz ist eine Naturbühne direkt am Strand. Die Zuschauer sitzen mit Blick in Richtung Meer. So können Schiffe in das Spiel einbezogen werden - was für Seeräuber-Theaterstücke ja auch unvermeidlich ist! Die ganze Szenerie wirkt sehr realistisch. Seeschlachten, brennende Schiffe, Duelle und insgesamt eine spannende Handlung voller Elemente mittelalterlicher Sagen prägen die Störtebeker-Schauspiele, die traditionell mit einem Feuerwerk beendet werden. Rund 150 Personen spielen mit, auch einige Pferde treten auf. Der Zuschauer fühlt sich geradewegs ins Mittelalter versetzt! Eine neue Attraktion sind die Greifvogel-Vorführungen auf der Freilichtbühne. Sie finden nachmittags statt, während das Störtebeker-Schauspiel immer um 20.00 Uhr beginnt. Bei den ersten neuen Festspielen 1993 kamen 78.000 Zuschauer, im Jahr 2010 waren es 380.000! Die Legenden um Klaus Störtebeker, den berühmten Seeräuber, der im gesamten Ostseeraum von Skandinavien bis nach Lübeck sein Unwesen trieb und der wahrscheinlich im Jahr 1401 in Hamburg hingerichtet wurde, sind in ganz Norddeutschland noch lebendig! In Hamburg steht z.B. ein Störtebeker-Denkmal, in Ruschwitz auf Rügen könnte er geboren worden sein, auch andere Städte reklamieren für sich, Geburtsort Störtebekers zu sein - und in Ralswiek auf Rügen gehören die Störtebeker-Festspiele schon zur Tradition! |
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