Verlauf:
1. Tag Anreise nach Polen
Flug nach Gdansk (Danzig). Nach der Begrüßung durch Ihre Reiseleitung fahren
Sie nach Elblag (Elbing). Ein abendlicher Spaziergang vermittelt Ihnen einen Eindruck
von der freundlichen Stadt am Frischen Haff. 65 km (A)
2. Tag Entdeckungen am Frischen Haff
Nicht weit von Elblag befindet sich die Malbork (Marienburg), die eng mit der
Geschichte des Deutschen Ordens verbunden ist. Seit 1280 war die Burg dessen Konventsitz,
im 14. und 15. Jahrhundert residierte hier der Großmeister. Die imposante Anlage
gilt heute als die größte mittelalterliche Klosterfestung. Sie wurde im Laufe
der Jahrhunderte ständig vergrößert, aber auch mehrmals zerstört, geplündert und
immer wieder aufgebaut. Weiter geht es an das Frische Haff, wo Sie in Frombork
(Frauenburg) in der weithin sichtbaren Kathedrale aus dem Leben des Nikolaus Kopernikus
erfahren, der hier als Domherr wirkte. Am Nachmittag überqueren Sie die russische
Grenze zum Kaliningrader Gebiet bei Mamonovo. Zwei Übernachtungen in Kaliningrad
(Königsberg). 200 km (F, A)
3. Tag Königsberg und die Samlandküste
Kaliningrad, bis 1946 Königsberg genannt, ist die Hauptstadt der russischen Exklave
zwischen Litauen und Polen. Die Stadt möchte das russische Tor nach West- und
Mitteleuropa werden. So ist sie heute mehr denn je von Vergangenheit und Gegenwart,
westlichem Einfluss und russischem Stolz geprägt. Während Ihrer Stadtrundfahrt
sehen Sie neben zahlreichen renovierten Häusern und grünen Parkanlagen das Königstor
mit seinen drei Statuen, den weitläufigen Hansaplatz mit der neuen Christi-Erlöser-Kirche
und die Jubiläumsbrücke (Kaiserbrücke). Von der alten Börse gelangen Sie zur Dominsel
und besuchen den im Stil der Backsteingotik errichteten Dom, an dessen nördlicher
Außenmauer sich das Grab des Philosophen Kant befindet. Nach einem Abstecher zu
dem sich im Dohnaturm befindlichen Bernsteinmuseum erkunden Sie die flache Landschaft
zwischen dem Ostseehafen Baltisk (Pillau) und Jantarny (Palmnicken). 100 km (F,
A)
4. Tag Die Kurische Nehrung
Im Gegensatz zur litauischen Seite ist die russische Seite der Kurischen Nehrung
eher beschaulich geblieben. Wie Swetlogorsk (Rauschen) hat auch Selenogradsk (Cranz)
ein wenig von dem einstigen Charme als mondänes Seebad bewahren können. In Rybatschy
(Rossiten) besuchen Sie die älteste Vogelwarte der Welt. Mittels riesiger Netze
werden hier die Vögel gefangen und nach Vermessung und Beringung wieder freigelassen.
In Nida (Nidden) führt Sie ein Spaziergang durch das einstige Fischerdorf mit
seinen malerischen Holzhäusern zum Schwiegermutterberg, wo sich das Thomas-Mann-Haus
befindet. Anschließend geht es zur höchsten Düne Europas, von der sich der Blick
weit über die Ostsee und das Haff öffnet. Eine Übernachtung in Nida (Nidden).
90 km (F, A)
5. Tag Erkundungen im Memelland
Bei einem kurzen Stadtrundgang durch die Altstadt von Klaipeda kommen Sie zum
Theaterplatz, wo Sie das "Ännchen von Tharau" begrüßt. Sie fahren auf der alten
Landstraße entlang der Memel und erreichen nach kurzer Zeit die Haffküste mit
ihren charmanten kleinen Dörfern. Das Örtchen Silute (Heydekrug) ist das Zentrum
der Region, die einst als "Memelland" bezeichnet wurde. Beeindruckend ist die
Evangelische Kirche. Im Jugendstil erbaut, ist sie in den letzten Jahren renoviert
worden und weist im Innenraum Fresken von berühmten, deutschen Persönlichkeiten
auf. Am späten Nachmittag bummeln Sie durch die farbenfrohe Altstadt von Kaunas
zum Rathaus, dem "weißen Schwan". Eine Übernachtung in Kaunas. 250 km (F, A)
6. Tag Rundfahrt durch Masuren
Am späten Vormittag kommen Sie nach Masuren. Bei Ketrzyn (Rastenburg) befindet
sich die "Wolfsschanze" mit einer Gedenkstätte zum 20. August 1944. Weiter geht
es zum Wallfahrtsort Swieta Lipka (Heiligelinde). Auf einer Waldlichtung erhebt
sich eine helle Barockkirche, wo Sie einem kleinen Zwischenspiel auf der kunstvollen
Orgel lauschen. Nach einem Abstecher zum einst "schönsten Besitz Ostpreußens",
dem Schloss Sztynort (Steinort) unternehmen Sie eine abendliche Bootsfahrt den
Sniardwy-See (Spirding-See). Zwei Übernachtungen in Mikolajki (Nikolaiken). 320
km (F, A)
7. Tag Die Johannisburger Heide
Nach dem Frühstück fahren Sie durch das größte Waldgebiet Ostpreußens, die Johannisburger
Heide, nach Wojnowo (Eckertsdorf). In dieser Gegend wurden im 19. Jh. die Mitglieder
der Philipponen angesiedelt. Noch heute existieren die typisch russischen Holzhäuser
und das Kloster der Altgläubigen. In einem historischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert,
das Alexander Potocki von Steinort, dem Sitz der Grafen Lehndorff, in die Johannisburger
Heide versetzte, besuchen Sie den Salon Marion Dönhoff. Er ist kein Museum, sondern
ein Ort, wo die Besucher in den Büchern blättern oder Texte der Gräfin hören können.
Die Försterei Lesnictwo Pierslawek (Kleinort) ist das Geburtshaus des Schriftstellers
Ernst Wiechert. Nach einem Rundgang durch das kleine Museum gleiten Sie in einem
Kahn auf der malerischen Krutynia unter ein Verlies von dichten Baumkronen. 100
km (F, A)
8. Tag Hansestadt Danzig
Wenn Polens König nach Danzig reiste, gelangte er durch das Hohe Tor ins Stadtzentrum.
Auch Sie werden während Ihrer Stadtführung von dort über die Langgasse und den
Langen Markt mit dem Neptunbrunnen zum Artushof spazieren. Am Grünen Tor, das
sich zum Wasser hin öffnet, sehen Sie die Lange Brücke über die Motlawa (Mottlau)
und das Wahrzeichen der Stadt, das Krantor. Die vornehme Frauengasse mit ihren
ganz eigenen Terrassen vor den Häusern führt zur Marienkirche, der größten Backsteinkirche
der Welt. Den Abend verbringen Sie bei einem Abschiedsessen in einem historischen
Restaurant. 250 km (F, A)
9. Tag Rückreise
Erlebnisreiche Tage liegen hinter Ihnen. Fahrt zum Flughafen und Rückflug. (F)
Flugplan-, Hotel- und Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.(F=Frühstück,
A=Abendessen)