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Wanderreise in die Weißen Berge und an die Küsten entlang des Fernwanderweges E4Kreta ist nicht nur Sonne und Meer, Kreta ist mehr. Vor allem im Westen der Insel geben sich die Kontraste quasi die Hand: Fruchtbare Hochebenen und holprige Eselspfade, steile Felswände und kleine Badebuchten, urige Dörfer und koloniale Stadthäuser ergänzen sich ganz selbstverständlich. Üppige Oleanderbüsche und pinke Bougainvillea drängen sich dazwischen, um für kleine Farbtupfer zu sorgen. Wir starten auf den Spuren der Venezianer in Chania, werfen einen Blick in die Antike und machen dann einen Sprung an die Küste im Süden. Nachdem wir genügend Meeresluft auf dem Fernwanderweg E4 geschnuppert haben, ruft die Bergwelt der Lefka Ori. In der Hochebene von Omalos ist das Läuten der Dorfkirchen nicht mehr zu hören, nur noch das Gebimmel der Schafsglöckchen. Langsam steigen wir auf den schroffen Gingilos, der uns mit einem Rundum-Panorama auf die "Weißen Berge" für alle Mühen entschädigt. Aber wir wandern nicht nur hoch hinaus, sondern auch richtig tief hinunter: Der Weg durch die Samaria-Schlucht, den längsten Canyon Europas, ist abwechslungsreich und mit einer bunten Fauna und Flora gesegnet. Kiefernduft liegt in der Luft, in den Zypressen zwitschern die Vögel und über uns ziehen Steinadler ihre Kreise. Immer wieder steigen wir über die riesigen Findlinge, die stumm im ausgetrockneten Flussbett ruhen und auf die nächste Flut warten. Nass wird es für uns erst wieder am Strand, beim Sprung ins frische Meer. Und als Krönung: Kretischer Höhlenkäse vom Bauernhof und typischer Ouzo in gemütlichen Tavernen. Kreta hat alles, kann alles und begeistert alle. Highlights - Wanderungen: 3 x moderat (3 - 5 Std.), 4 x mittelschwer (5 - 7 Std.)
- Besteigung des Gingilos (2.080 m), Gipfeltag ↑↓ 880 m, 5 - 6 Std.
- Durch die mächtige Samaria-Schlucht zum Mittelmeer absteigen
- Vom Selouda-Pass den Ausblick auf die versteckten Buchten im Süden genießen
- An der Westküste zu den weißen Stränden der Lagune von Balos wandern
- Entlang der Hafenpromenade zur malerischen Altstadt von Chania bummeln
- Mit dem öffentlichen Nahverkehr im Land unterwegs sein
Verlauf:
1. Tag: Anreise Flug nach Kreta und Transfer zum Hotel. Je nach Ankunftszeit haben wir Zeit für einen ersten Spaziergang am Strand.
2. Tag: Stadtrundgang durch Chania Morgens haben wir Zeit, um die Altstadt von Chania auf eigene Faust zu erkunden. Wir bummeln entlang der zahlreichen Tavernen an der bunten Hafenpromenade bis zur historischen Hasan-Pascha-Moschee und entdecken in den verwinkelten Altstadtgassen prächtige Bürgerhäuser und venezianische Palazzi. Nach dem Mittagessen fahren wir mit dem öffentlichen Bus in etwa 2 Std. nach Paleochora, wo wir unsere Zimmer beziehen. Das Städtchen liegt auf einer Halbinsel an der Südwestküste und wird von zwei Stränden gesäumt – der westliche ist ein langer, von Tamarisken gesäumter Sandstrand. (F, A)
3. Tag: Wanderung in der Anidri-Schlucht Eine Tageswanderung führt uns in die Umgebung von Paleochora. Entlang der Küste erreichen wir nach etwa einer Stunde die Anidri-Schlucht. Wir folgen dem Flussbett und treffen entlang des Wegs auf Ziegen, die wie Profis die Felswände erklimmen und nach Kräutern suchen. Am Ende der Schlucht steigen wir mit Blick auf das Libysche Meer zur Profitis-Ilias-Kapelle auf. Hier machen wir eine kleine Pause und genießen die Ruhe in der herrlichen Landschaft. Der Rückweg bietet uns erneut einen wunderbaren Ausblick auf Paleochora und das tiefblaue Meer. An der Küste angekommen, können wir uns mit einem Sprung ins Meer abkühlen, bevor wir zurück nach Paleochora wandern. (F, A)
4. Tag: Küstenwanderung von Paleochora nach Sougia Eine Etappe auf Kretas Fernwanderweg E4 – von Paleochora zum Fischerdorf Sougia – steht heute auf dem Programm. Wir wandern zunächst am Meer entlang und passieren kleine Buchten, dann gehen wir landeinwärts und über einen kleinen Bergrücken. Ein schmaler Pfad führt uns hinunter zur Bucht des antiken Lissos. Wir besichtigen die historische Stätte mit dem berühmten Tempel des Asklepios und den Ruinen des antiken Heilbads. Anschließend wandern wir über einige Terrassen bergauf und durch eine kleine Schlucht bis zum Fischerhafen Sougia. Nach einer Erfrischung im Meer verabschieden wir uns für ein paar Tage von der Küste und machen einen Abstecher in die Berg- und Schluchtenwelt der Lefka Ori (Weiße Berge). Ein öffentlicher Bus bringt uns hinauf nach Omalos (1.050 m). Dort beziehen wir unser Quartier für die nächsten Nächte. (F, A)
5. Tag: Durchqerung der Agia-Irini-Schlucht Mit dem Bus fahren wir ins Bergdorf Agia Irini, dem Startpunkt unserer heutigen Wanderung. Wir folgen einem Pfad, der unter Pinienbäumen hinunter in die Schlucht Agia Irini führt. Unten angekommen, durchwandern wir sie in Richtung Küste, die letzten Kilometer entlang der Straße überbrücken wir mit dem Bus und erreichen schließlich Sougia. Hier haben wir bis zum Nachmittag Feizeit. Mit dem öffentlichen Bus fahren wir zurück nach Omalos und lassen den Abend in einer Taverne ausklingen. (F, A)
6. Tag: Gipfeltour auf den Gingilos Heute besteigen wir den Gingilos; der Zweitausender erhebt sich mächtig hoch über der Samaria-Schlucht. Nach einem kurzen Transfer erreichen wir Xyloskalo (1.250 m), den südlichsten Punkt der Omalos-Hochebene. In steilen Serpentinen, unterbrochen von einem flacheren Abschnitt, geht es bergauf. Bereits unterwegs werden wir mit schönen Ausblicken auf die Samaria-Schlucht und die umliegenden Gipfel belohnt. Der letzte felsige Abschnitt vor dem Gipfel erfordert noch einmal unsere volle Konzentration, hin und wieder müssen wir unsere Hände zu Hilfe nehmen. Oben angekommen, bietet sich uns ein herrlicher Panoramablick auf die fruchtbare Omalos-Hochebene tief unter uns, auf die karge Bergwelt der Lefka Ori, auf Chania im Norden und das tiefblaue Meer im Süden. Wir verlassen den breiten Felsrücken des Berges und kehren auf demselben Weg zu unserem Hotel in Omalos zurück. (F, A)
7. Tag: Durchquerung der Samaria-Schlucht Nach einem kurzen Transfer starten wir auch heute wieder in Xyloskalo, dem Eingang zur Samaria-Schlucht. Mächtige Kiefern, Platanen und Zypressen wachsen in der Schlucht – auch vom Aussterben bedrohte Tierarten, wie etwa die Wildziegenart Agrimi, haben in diesem quellenreichen Tal ihren Lebensraum gefunden. Vom Ausgangspunkt auf 1.250 m verlieren wir über Hunderte von Stufen rasch an Höhe. Nach der kleinen Kirche Agios Nikólaos verläuft der schattige Weg meist im Talgrund, wo sich die Schlucht bei den Sidheroportes (Eisernen Pforten), auf nur noch 3 m verengt; die teils überhängenden Felsen ragen hier 500 m hoch in den Himmel. Nach gut 2 Std. verlassen wir bei den Ruinen des alten Dorfes Samaria den Nationalpark und erreichen bald den Küstenort Agia Roumeli, wo wir die kommenden Nächte verbringen. (F, A)
8. Tag: Agia Roumeli Nach den anstrengenden Wanderungen der letzten Tage gehen wir es heute gemütlicher an. Vom Ort aus unternehmen wir eine kurze Wanderung zu einer alten türkischen Festung. Auf unserem Weg passieren wir einen kleinen Kiefernwald und genießen immer wieder schöne Aussichten auf das Libysche Meer. Auf einem anderen Weg steigen wir wieder nach Agia Roumeli ab. Der restliche Tag gehört ganz uns. Der ruhige Küstenort lädt zu einem Spaziergang am Strand oder einem erfrischenden Bad im Meer ein. (F, A)
9. Tag: Agios Ioannis Einer der schönsten Abschnitte der Südküste und des E4 liegt vor uns. Auf steinigen und sandigen Pfaden, gelegentlich über Felsbrocken und im Schatten großer Kiefern, wandern wir einen Hang entlang. Dann steigen wir hinab ans Meer zur Kapelle Agios Pavlos. Hier soll der Apostel Paulus an Land gegangen sein, um in einer der Quellen Neu-Bekehrte zu taufen. Wir besichtigen das Kirchlein aus dem 11. Jh. Anschließend steigen wir durch Pinienwälder hinauf zum Selouda-Pass. Von oben haben wir einen herrlichen Blick über die Küste. Auf Hirtenpfaden geht es weiter ins Dorf Agios Ioannis, von wo wir nach Anopolis fahren, unserem Übernachtungsort. (F, A)
10. Tag: Durch die Aradena-Schlucht bis Loutro Nach einem Frühstück in den Bergen durchqueren wir Kretas zweitgrößte Schlucht, die tief eingeschnittene Aradena-Schlucht. Umgeben von rot und gelb schimmernden Felswänden führt unser Weg talauswärts bis zu ihrer Mündung in die Marmara-Bucht. Türkisfarbenes Wasser umspült die weißen Marmorbänke der beliebten Badebucht. Im gleichnamigen Ort legen wir eine Mittags- und Badepause ein. Anschließend setzen wir unseren Weg auf dem Küstenpfad bis in das malerisch gelegene Fischerdorf Loutro fort. Geschützt in einer ruhigen Bucht verbringen wir hier die Nacht. (F, A)
11. Tag: Küstenwanderung nach Chora Sfakion Ein letztes Mal folgen wir Europas längstem Fernwanderweg. Auf einem aussichtsreichen Pfad wandern wir oberhalb der Küste ostwärts. Nach einigen Zwischenabstiegen zum Meer erreichen wir das malerisch gelegene Hafenstädtchen Chora Sfakion. Hier bummeln wir gemütlichen durch den Ort, bevor es schließlich Abschied nehmen von der Südküste heißt. Wir fahren mit dem öffentlichen Bus nach Norden. In Chania beziehen wir unsere Zimmer für die letzten beiden Nächte. (F, A)
12. Tag: Lagune von Balos Heute lassen wir es noch einmal gemütlich angehen. Mit dem öffentlichen Bus fahren wir in Richtung Westküste und schnüren noch einmal unsere Schuhe. Auf kupferroten Sandpfaden und durch ausgewaschene Kalksteinformationen wandern wir über die Gramvousa-Halbinsel. Schon bald haben wir unser Ziel vor Augen: türkisblaues Wasser, strahlend weiße Sandstrände und die schroffen Klippen der Küstenlinie. Wir sind an einem der schönsten Strände Kretas – der Lagune von Balos. Bis in den Nachmittag haben wir Zeit zum Baden und Seele baumeln lassen, bevor wir zurückfahren und noch einmal das Flair von Chania genießen. (F, A)
13. Tag: Heimreise Wir nehmen Abschied von Kreta und treten am Flughafen den Rückflug an. (F)
Legende Verpflegung: F: Frühstück A: Abendessen
Inklusivleistungen - Lokale, deutschsprachige Hauser-Reiseleitung ab/bis Chania
- Linienflug mit Condor (Economy, Tarifklasse E) von Frankfurt nach Chania und zurück, nach Verfügbarkeit
- Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 85 €)
- Rail & Fly-Fahrkarte in Deutschland und Österreich
- Übernachtung 9 x in Mittelklassehotels, 3 x in Pensionen
- Halbpension
- Transfers und Eintrittsgebühren lt. Programm
- Reisekrankenschutz
Nicht enthaltene Leistungen - Weitere Mahlzeiten und Getränke (ca. 200 €)
- Trinkgelder
- Individuelle Ausflüge und Besichtigungen
Charakter & Anforderungen Hinweis Programmablauf Unterbringung Ernährungswünsche und Unverträglichkeiten Gepäckinformationen Ausrüstung
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